Wie viel Herz sollte mein TV haben und was bedeuten die Bezeichnungen dahinter?

Wenn man heutzutage eine Werbeanzeige zu einem TV-Gerät sieht, fallen einem gleich mehrere Fachbegriffe ins Auge. Einer davon, meist sogar fettgedruckt, ist die Angabe der Bildwiederholungsfrequenz, auch Hertz (Hz) genannt.

Grundsätzlich dürfte gesagt sein, dass ein TV-Gerät echte 100Hz erfüllen sollte. Diese Bildwiederholrate reicht auf jeden Fall aus um alle gängigen Inhalte ohne Probleme darzustellen.

Aber sind die zum Beispiel aufgeführten 100,  200 oder auch 400 Hz wirklich „echte Angaben“ oder tricksen die Hersteller hier?

Sobald die Hersteller die Hz-Angabe mit einem Zusatz wie  Clear-, Active oder Perfect-Motion-Rate verzieren, sind diese Werte künstlich hochgerechnet. Die Bezeichnungen sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. So hat Samsung hier zum Beispiel eine andere Bezeichnung als LG oder Sony, jedoch bezeichnen sie alle das Gleiche! Durch das Zusammenspiel der Bildwiederholungsrate, der eingeschobenen Zwischenbilder, die der Hersteller einfügt und den Backlight-Regeln, lässt sich die Angabe schnell und einfach nach oben korrigieren.

Ein Beispiel hierfür: „Echte“ 200Hz + 2x Zwischenbildberechnung + 2x Backlight ergeben schnell 800Hz einer Prospektangabe. Lassen Sie sich also nicht täuschen und schauen Sie, was der Fernseher „wirklich“ kann.

Beispiel Herzangaben